Aus der Halterner Geschichte - Die Roemer in Haltern am See - Die Roemer in Haltern am See

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4 Informationen für neue Bürgerinnen und Bürger Aus der Halterner Geschichte Die Römer in Haltern am See Vor 2000 Jahren fanden die Germanienfeldzüge unter Kaiser Augustus statt. Damals geriet der westfälische Raum für kurze Zeit ins Blickfeld der Weltgeschichte, als römische Truppen die Lippe aufwärts marschierten. Was zunächst als kurzfristige Unternehmung gegen einzelne Germanenstämme begann, wurde schnell zu einem blutigen Eroberungskrieg, der schließlich darin mündete, dass Vorbereitungen getroffen wurden, Germanien zu einer römischen Provinz zu machen. Diesem Vorhaben wurde durch den Aufstand der Germanen unter Arminius in der Varusschlacht im Jahre 9 n. Chr. ein Ende gesetzt. Lebendige Zeugnisse dieser Vorgänge in der Zeit um Christi Geburt sind vor allem die Spuren der Militärlager an der Lippe und die Funde von diesen Orten: Holsterhausen (Stadt Dorsten), Haltern am See, Oberaden (Stadt Bergkamen), Beckinghausen (Stadt Lünen) und Anreppen (Stadt Delbrück). Der Boden von Haltern am See birgt eine außergewöhnlich große Konzentration römischer Militäranlagen, vor allem aus der Zeit des Kaisers Augustus. Es sind Befestigungslager Das LWL-Römermuseum in Haltern am See und ein Gräberfeld gefunden worden. Auf dem Annaberg befand sich vermutlich ein römisches Kastell. Funde in der Flur „Am Wiegel“ lassen auf einen Anlegeplatz an der Lippe schließen. Ein Uferkastell mit Schiffshäusern wurde im Bereich „Hovestatt“ entdeckt. Jahrzehntelang ging man davon aus, dass als eigentliche Legionslager das „Feldlager“ und das „Hauptlager“ zu nennen sind. Erst im Jahr 1996 wurde ein weiteres „Marschlager“ nordöstlich vom Stadtzentrum entdeckt. Feldlager und Marschlager waren durch einen Spitzgraben gesichert. Römertage


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